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Um die Finanzierung für den geplanten Hausbau auf "sichere Beine" zu stellen, bietet sich mit Blick auf das bereit stehende Eigenkapital eine 30-Prozent-Finanzierung an. Dabei können sich die in Frage kommenden eigenen Mittel aus unterschiedlichen Faktoren zusammensetzen. In erster Linie wäre diesbezüglich das Guthaben auf den jeweiligen Sparkonten zu nennen. Auch materielle Werte, wie zum Beispiel Goldmünzen oder -barren etc. sind diesbezüglich von Relevanz. Nicht zu vergessen sind Termingelder sowie die festverzinslichen Wertpapiere. Mögliche Bausparverträge könnten ebenfalls mit einfließen, wobei der Fokus gleichwohl auf Anleihen, Aktienpapiere oder Fondsanteile zu legen ist. Tipp: "http://www.immobilienspot.com/thema/haus" Immobilienspot informiert ausführlich zu Hausbau und Hauskauf.


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Capital

 

Der alte Mann und das Mehr

In turbulenten Börsenzeiten entdecken Deutsche eine neue Art der Altersvorsorge: das Ferienhaus. Von Grit Beecken, Marcus von Landenberg, Susanne Osadnik

Für Ulrich Günthner hätte es kaum besser laufen können. 17 Jahre lang hat der ehemalige Unternehmer traumhafte Urlaube auf Mallorca verbracht. Tagsüber hat er im Garten gewühlt, Schwarzkopfadler beobachtet und sich von fangfrischem Fisch ernährt. Jetzt, mit fast 70, will der Rentner seine Ferien lieber in Tirol verbringen und seine Luxusvilla in der Serra de Tramuntana verkaufen. Und der Verkaufserlös wird fortan seine Altersbezüge mehren.

Günthner hat das Schöne mit dem Nützlichen verbunden. Und weil die Börsen als sichere Kapitalanlage immer weniger taugen, tun ihm das immer mehr Deutsche gleich. Sie entscheiden sich bei ihrer Altersvorsorge für ein Haus oder eine Wohnung in einer Urlaubsregion. Fast die Hälfte aller Ferienimmobilienbesitzer sehen in ihrem Domizil eine Kapitalanlage. Das haben der Makler Engel & Völkers und der Ferienhausvermieter Homeaway Fewo-direkt in einer Umfrage ermittelt.

Demnach machen sich rund 62 Prozent der Käufer bereits vor dem Erwerb Gedanken darüber, ob sich Immobilien gut vermieten lassen. "Sie stellen in der heutigen Zeit eine interessante Anlageoption dar, die eine Detailprüfung lohnt", sagt auch Wolfgang Hornbruch, Steuerberater bei Dr. Harzem & Partner in Gummersbach. Wenn ja, ergibt sich neben der Kapitalanlage auch die Möglichkeit einer zusätzlichen Rente.

Grundsätzlich gibt es drei Arten, Ferienimmobilien für die Altersvorsorge zu nutzen. Ein Weg ist die Vermietung. Die sichert laufende Erträge, und die Investitionen lassen sich oft von der Steuer absetzen.

Der zweite Weg: Auf eine Wertsteigerung spekulieren und mit Gewinn verkaufen. Diese Option ist nicht ganz ungefährlich, schließlich können Immobilienmärkte mitunter kräftig einbrechen. Solche Risiken lassen sich jedoch minimieren. Ulrich Günthner hat etwa darauf geachtet, dass seine Villa nahe eines Naturschutzgebiets lag. So war es unwahrscheinlich, dass Apartmentklötze die Gegend verschandeln und den Wert drücken würden.

Die dritte Art, mit einem Feriendomizil vorzusorgen, ist dessen spätere Nutzung als Dauerwohnsitz. Der bisherige Erstwohnsitz wird dann verkauft oder vermietet und dient so der Finanzierung des Lebensunterhalts. Manche vermieten die eigenen vier Wände auch erst und verkaufen dann.

Wer sich ein gut vermietbares Objekt zulegen will, hat auch bei der Finanzierung gute Karten. Der Baufinanzierer BHW beispielsweise rechnet bei der Entscheidung über die Kreditwürdigkeit 75 Prozent der erwarteten Einnahmen als Einkünfte an...

"So eine Immobilie verlängert das Leben"

Die Finanzierung einer Ferienimmobilie unterscheidet sich kaum von einem herkömmlichen Hypothekenkredit, nur sind die Konditionen etwas schlechter, wenn das Urlaubsdomizil selbst beliehen wird. Stellt man stattdessen die eigene Wohnimmobilie als Sicherheit bereit, wird es günstiger. Dann finanzieren manche Anbieter im Inland bis zu 100 Prozent des Kaufpreises, im Ausland sind es maximal 70 Prozent.

In ihrer Kalkulation sollten Käufer unbedingt die Instandhaltungskosten berücksichtigen. Eine Ferienimmobilie verlangt regelmäßige Investitionen, insbesondere wenn sie vermietet wird. Eine "Ausziehcouch im Wohnzimmer und in den Bädern Fliesen aus den 70er-Jahren - das geht nicht mehr", ist die Erfahrung von Engel-&-Völkers-Maklerin Ines Kirch.

In der Studie, die der Makler gemeinsam mit Homeaway durchgeführt hat, gaben 45 Prozent der Befragten an, in den kommenden zwei Jahren ihr Domizil modernisieren zu wollen. Um Energie zu sparen, aber auch, um das Objekt für mögliche Käufer attraktiver zu machen. Wer Kasse macht, legt sich häufig ein noch größeres, schöneres und neueres Objekt zu.

Mallorca-Fan Ulrich Günthner hat sein Ferienhaus aber nicht ausschließlich wegen des erhofften Kapitalzuwachses erstanden: "So eine Immobilie verlängert das Leben. Und das ist die beste Altersvorsorge überhaupt."

Aus dem Magazin

Ein Ferienhaus an der Küste bringt mehr als nur Urlaubsvergnügen: Wer es richtig anstellt, kann damit auch fürs Alter vorsorgen.

Detaillierte Ergebnisse zu Ferienimmobilien im In- und Ausland finden Sie finden Sie in Capital Heft 10/2011, das ab sofort im Handel erhältlich ist.

Quelle: Capital

 


EU Ausland


EU-Ausland

Feilschen lohnt sich bei Immobilien hinter der Grenze

Das Euro-Desaster hat die Preise für Häuser und Wohnungen kein Stück gedrückt. Im Gegenteil gibt es einen Run auf vernünftige Objekte, die die Tarife nach oben treiben. Wer in Europa ein Schnäppchen machen möchte, braucht Geduld. Von Birgit Jennen, Annika Joeres, Claas Möller, Dirk Rheker, Anja Tiedge, Merten Worthmann

Die Euro-Zone ächzt unter der Staatsschuldenkrise, Ratingagenturen stufen die Kreditwürdigkeit von bislang vermeintlich solventen Staaten herab. Regierungen legen ein Sparpaket nach dem anderen auf - doch den Preisen für Ferienimmobilien schadet all das nur bedingt. Wer in Europa auf Schnäppchen hofft, muss lange suchen. Und dann hart verhandeln.

Zum Beispiel in Spanien: Dort sinken die Preise für Fincas und Apartments weiter. Es lohnt sich also, auf günstigere Angebote zu warten. Das kann allerdings dauern. "In Spanien fallen die Preise vergleichsweise langsam", sagt José García-Montalvo, Professor für Wirtschaft an der Barceloner Universität Pompeu Fabra. "Momentan sind Banken und Sparkassen die bedeutendsten Immobilienhändler. Wenn die ihre Preise zu deutlich herabsetzen, schaden sie damit den eigenen Bilanzen."

Andererseits stehen viele Kreditinstitute unter Liquiditätsdruck. Deshalb sind sie immer häufiger bereit, vom Angebotspreis noch einmal Abschläge von zehn bis 20 Prozent zu gewähren. Ähnliche Nachlässe lassen sich gelegentlich auch bei privaten Verkäufern erzielen.

Handeln ist auch in Portugal gut möglich. An der Algarve trennen sich derzeit vor allem viele Briten von ihrem Feriendomizil. Sie fürchten, ein Kursanstieg des Pfunds könnte die Währungsgewinne der vergangenen Jahre zunichtemachen. So kann ein Brite, der vor vier Jahren eine Immobilie im Wert von 400.000 Euro gekauft hat, vom heutigen Preis von 320.000 Euro noch einmal 10.000 Euro heruntergehen, ohne einen Verlust zu machen. Die Portugiesen selbst hingegen klammern sich an den vor Jahren teuer bezahlten Kaufpreis und trennen sich von ihren Häusern nur dann, wenn sie es müssen.

An der französischen Mittelmeerküste hingegen ist das Angebot so knapp, dass Ferienimmobilien sündhaft teuer sind. Wer nach einem bezahlbaren Objekt sucht, sollte in das Hinterland ausweichen. Dort gibt es noch bezahlbare Plätze wie die Ubaye.

Auch in Belgien sind Schnäppchen ausverkauft. Die Auswirkungen der 2007er-Krise sind ausgestanden und Apartments - vor allem mit Meerblick - sind so gefragt wie lange nicht. Die gute Nachricht: Es werden keine Fantasiepreise gezahlt.

Die Zeit, in der Top-Objekte ohne Besichtigung den Besitzer wechselten, sind vorbei. Ähnlich sieht es an der niederländischen Küste aus. Die Preise sind weitgehend zurück auf dem Vorkrisenniveau.

Eine Erfolgsgeschichte sind derzeit besonders Ferienimmobilien in der Türkei. Nachdem das Land lange für billige Häuser bekannt war, geht der Trend seit einigen Jahren deutlich in Richtung Qualität und Luxus. Dank des stabilen Wirtschaftswachstums kaufen mehr und mehr Einheimische Zweitdomizile. Die Nachfrage sorgt für ein anziehendes Preisniveau. Selbst Investoren wie Nicolas Berggruen steigen ein.

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